
Nicht mehr so lustig wie Band 1, aber dafür fesselnd wie nie - Mich hat diese Band unglaublich schnell wieder in seinen Bann gezogen, obwohl die meisten Geschichten diesmal eher düster sind und sich mit dem Seelenleid der Hauptfigur beschäftigen. Moralische Wertungen gibt es hier kaum welche, wie es oft in amerikanischer Fantasy Literatur geschieht man zieht hier seine eigenen Schlüsse. Das Buch ist wieder recht einfach und locker geschrieben aber man sollte sich nicht täuschen lassen, denn es birgt in sich eine ziemliche Tiefe und bringt einen doch zum nachdenken. Andrzej Sapkowski hat hier ein meisterliches Werk geschaffen was einfach ein unvergleichliches Lesevergnügen ist und in Fantasybereich wohl ein Klassiker ist. Wir haben hier absolut gehobene Fantasy Literatur die weit entfernt von jeder 0815 Literatur ist einfach toll. Die Nebencharaktere die Welt alles ist liebevoll durchdacht und ungeheuer lebendig und vor allem ungemein vielschichtig. Das alles ist aber stets kurz und prägnant geschrieben.
Unterhaltsame Fantasy mit Tiefgang - besser noch als der erste Teil! - In Das Schwert der Vorsehung finden die Abenteuer des Hexers Geralt von Riva ihre Fortsetzung, erneut in Form mehrerer, lose miteinander verknüpfter Kurzgeschichten. Einige davon nehmen direkten Bezug auf Ereignisse, die in Der letzte Wunsch, dem ersten Teil der Geralt-Saga, statt gefunden haben. Auch - aber nicht nur - deswegen sollte man den Vorgänger unbedingt gelesen haben. Hier wie dort überzeugt Autor Andrzej Sapkowski durch seine erfrischend clevere und unkonventionelle Fantasy. Im direkten Vergleich ist Das Schwert der Vorsehung sogar noch ein wenig besser. Die gesellschaftskritischen Aspekte sind immer noch da, treten aber etwas in den Hintergrund. Statt dessen erhält der Leser noch tieferen Einblick in die düstere, von Selbstzweifeln und -Vorwürfen geplagte Gedankenwelt des Hexers. Nachwievor laden zahlreiche Dialoge und Ereignisse zum Schmunzeln ein, doch die selbstironischen Untertöne des Vorgängers sucht man leider vergebens: Sapkowski nimmt seine Kreation diesmal sehr viel ernster. Dafür präsentiert er ein harmonischeres Gesamtwerk, stimmiger als es das erste Buch war.Die Grenze des Möglichen, die erste von insg. sechs Stories, sorgt für einen kurzweiligen Wieder-Einstieg in die Welt des Hexers. Geralt schließt sich einem bunt gemischten Haufen von Drachenjägern an, jedoch nur, weil auch eine alte Bekannte hinter dem Geschuppten her ist.Ein Eissplitter setzt die tragische Lovestory von Geralt und der Zauberin Yennefer fort. Sie bildet meiner Meinung nach den Tiefpunkt des Buches: Die all zu gespreizten Dialoge wirken unfreiwillig komisch, der Aufbau konstruiert und das Ende gezwungen. Immerhin: Von hier an kann es nur aufwärts gehen, denn mit ...Das Ewige Feuer besinnt sich Sapkowski auf seine Tugenden und präsentiert eine sehr amüsante und hintergründige Geschichte über Identität bzw. Verlust derselben, über Anpassung und dem Kampf ums Überleben. Für mich der erste wahre Höhepunkt, doch es kommt noch besser.Ein kleines Opfer: Nach dieser unglaublich warmherzigen Geschichte, in der Geralt eine alte Freundin Rittersporns, die Bardin Essi Daven, genannt Äuglein, kennenlernt, kann ich nicht mehr anders, als dem Buch die vollen fünf Sterne zu geben! Das Ende hat mich fast zu Tränen gerührt - und ich bin nicht all zu nah am Wasser gebaut.Mit Das Schwert der Vorsehung, einer abermals herzerfrischend komischen wie auch spannenden Story, geht es auf ähnlich hohem Niveau weiter. Und spätestens jetzt wird deutlich, dass Sapkowski noch einiges vorhat mit dem Hexer, denn hier und auch in ...Etwas mehr, der sechsten und letzten Kurzgeschichte, wird das Fundament gelegt für Entwicklungen, die im Nachfolger Das Erbe der Elfen (vorauss. ab November 2008 auf deutsch) wieder aufgegriffen werden.
Sogar noch besser als der 1. Band! - Nach dem genialen 1. Buch war es für mich selbstverständlich mir auch das 2. zu besorgen - und es wurde meinen hohen Erwartungen mehr als gerecht!Am besten gefallen hat mir die erstklassig inigrierte Gesellschaftskritik in der Geschichte mit den Dryaden und der mit dem Drachen - ein wahres Lesevergnügen!SEHR GUT geschrieben, interessante Geschichten - einfach Zeitlos! Kann ich nur jedem empfehlen, der sich auch nur ansatzweise für Fantasy begeistern kann!Und jetzt muss ich auch noch bis ende des Jahres warten, bis der nächste Sapkowski-Roman, der sich um den Hexer Gerald dreht, in die Läden kommt...
Großer Lob an Erik Simon ! - Tja den vorherigen Rezensionen bleibt eigentlich nicht viel hinzuzufügen. Toller Schreibstil, Witz, Ironie, viel Action und trotzdem oft unerwartet tiefgründig. Düstere, slawisch angehauchte Fantasywelt mit oft ironischen Anspielungen auf Sagen, Mythen und Märchen. Sapkowski gehört zu den Meistern seiner Zunft, auf Augenhöhe mit Tolkien, LeGuin und Co.Was ich aber in meiner Rezension hervorheben möchte ist die deutsche Übersetzung von Erik Simon. Er schafft es Sapkowskis gewaltigen und sehr unterhaltsamen Schreibstil ins Deutsche ohne Reibungsverluste rüberzubringen. Respekt vor dieser Leistung. Ich kenne das Original (Polnisch ist meine Muttersprache) und muß sagen es ist eine der besten Übersetzungen überhaupt. Simon schafft es jedes noch so kleine sprachliche Detail, Wortspiel, Facette, Nuance, was auch immer... ,), ins Deutsche zu übersetzen Sein Gefühl für die beiden Sprachen ist enorm. (Übrigens ganz im Gegensatz zu der Narrenturm Trilogie deren Übersetzung durch Frau Samborska wie ich finde sehr hölzern wirkt).Ich freue mich schon auf die deutsche Ausgabe der nächsten 5 Bände. Diese sind im Gegensatz zu den ersten beiden Bänden ganze Romane, keine Sammlungen von Kurzgeschichten. Ich persönlich finde sie, vielleicht gerade deswegen nicht ganz so stark wie die ersten beiden (aber keine Angst, sie sind immer noch sehr sehr seeehr gut). Ich denke ich verrate nicht zu viel, wenn ich sage dass die Hauptperson in den kommenden 5 Büchern (natürlich neben Geralt und Yennefer) ein kleines Mädchen ist...Viel Spaß beim Lesen !lw
Spannende Fanatasy auf hohem Niveau - Das Schwert der Vorsehung erbt die selben Stärken wie sein Vorgänger: -Eine Spannende Handlung (das klingt vielleicht abgedroschen, aber hier stimmt es enfach absolut), -glaubhafte Wendungen und Überraschungen (fast jedes Kapitel endet anders, als man es erwartet hätte und bringt den Aha!-Effekt), -humorvolle Dialoge (besonders wenn Rittersporn, Geralts Bardenfreund aus dem ersten Band, mitmischt... einfach herrlich!)Was immernoch für einige gewöhnungsbedürftig sein könnte ist der Episoden-Erzählstil. Die Geschichte wird nicht in einer durchgehenden Handlung geschildert, sondern besteht aus 5 Kurzgeschichten, die lose miteinander verknüpft sind und wenig miteinander zu tun haben (wenn man von der Sache mit Jennefer und Ciri mal absieht).Kurz: volle Kaufempfehlung für alle, die sich an 200-seitigen Landschaftsbeschreibungen, ewigem Gequasel und kuschligen Fantasyklischee-Protagonisten satt gelesen haben. Für alle anderen auch. ,)